Außerordentlich gefährlich für jedes junge Frauenzimmer ist auch die Lektüre wollüstiger und schlüpfriger Bücher und das Beschauen obszöner Bilder! Ich habe später durch Zufall eine ganze Sammlung solcher Bücher und Bilder kennengelernt und kenne den Eindruck, den sie machen, genugsam aus Erfahrung. Sie sind in der Tat ein wahres Gift für unverheiratete Frauen. Sie alle schildern die Sache selbst in den reizendsten, aufregendsten Formen ... (Memoiren einer Sängerin) | ||
Oh es ist entsetzlich! Immer in Entäuschungen sich verzehren! Immer wünschen nie befriedigt sein! Meine Phantasie tötet mich... oh ja, ich bin sehr unglücklich!" Vielleicht ist das nur ein vorübergehender Zustand. Du liest wohl zu viel schlechte Bücher? (Gamiani) | ||
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Ob man eine Grenze überschreitet, hängt davon ab, wo man sie zieht. (Aus dem Film Kissed, gefunden in Nerve, rororo) | ||
Die Ketten der Ehe sind so schwer, daß man sie bisweilen nur zu dritt tragen kann. (Aus Liebe u.s.w. von Julian Barnes) | ||
Es ist besser, sich in der Leidenschaft zu verlieren, als seine Leidenschaft zu verlieren. (Denis Robert, "Das Glück") | ||
Haben die großen Künstler nie aus Wollust geschaffen und ihren Lesern nie Wollust verschafft? Jedenfalls haben sie die Reaktionsfähigkeit immer gereizt. Generationen von Lesern Shakespeares und Schillers und Byrons und Dostojewskijs danken den Meistern ungeheure Steigerungen der Emotionen. Mit Ausnahme der Sexuellen? (...) Das Geschlechtliche ist nur zugelassen, wenn es im poetischen Äther verdunstet? (Ludwig Marcuse: Obszön) | ||
Sex ist das der Glückseligkeit Verwandteste. (John Updike) | ||
Warum hat eigentlich das Wort Pornographie einen so schlechten Ruf? (Curt Riess) | ||
Rodins Aktstudien sind so, daß diejenigen, die sie öffentlich zum Verkauf feilbieten wollten, ganz sicherlich wegen Pornographie verfolgt würden, und zwar von eben jenen, die diese Ausstellung organisiert haben. (Gefunden in Erotik in der Kunst des 20.Jahrhunderts) | ||
Warum soll ich mich schämen, Körperteile zu nennen, die zu erschaffen sich Gott nicht geschämt hat? (Bischof Klemens von Alexandrien) | ||
Der in Österreich geltende kaiserliche Catalogus librorum prohibitorum (Katalog der zensierten Bücher) von 1765 bis 1780 in mehreren Ausgaben erschienen, bekam seine Kraft selbst zu spüren. Statt vor der anstössigen, unmoralischen, gotteslästerlichen Literatur zu warnen, wurde das Werk selbst als eine Art Führer wahrgenommen und fleißig von Liebhabern und Sammlern erotischer Literatur benutzt. Als 1777 die Zensurhofkommission dahinterkam, konnte sie nicht umhin, ihren eigenen Index auf denselben zu setzen ... (Graeff: Der verbotene Eros) | ||
Was für den einen Pornographie ist, bedeutet für den anderen das Lachen des Genius. (D.H.Lawrence) | ||
Gefragt nach dem Unterschied zwischen Kunst und Sexualität, antwortete Picasso: "Es handelt sich um ein und dasselbe, denn Kunst ist immer erotisch." (Picasso Èrotique) | ||
Sex ist, als würden sich zwei gut unterhalten, aber was fragen sie, was antworten sie, es ist unübersetzbar. (Silvia Szymanski in Kein Sex mit Mike) | ||
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Rousseau beklagt, daß die Lektüre erotischer Literatur nicht ganz mühelos sei und spricht von jenen gefährlichen Büchern, die eine schöne Dame deshalb so unbequem findet, weil man sie nur mit einer Hand zu lesen vermag. Seitdem ist der Begriff einhändige Bücher in die Literaturgeschichte eingegangen. | ||
Man hat manchmal den Eindruck, daß Frauen viel härter schreiben als Männer. Was den Konsum betrifft, haben Befragungen und Untersuchungen ergeben, daß Frauen fast so sehr an erotischer Literatur interessiert sind wie Männer. (Wolfram Körner in Büchermädchen) | ||
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Da ich mich nun allein bei meinem Bruder befand, stöberte ich zwischen seinen Büchern umher. Die Lektüre übte auf mich eine außerordentliche Wirkung aus, sie erregte mir den Kopf und, ich kann wohl sagen, auch den Unterkörper. Während der Nacht riefen sich meine Sinne ständig jene Szenen zurück, wo die Männer ihre Glieder in die offenen Spalten der Damen einführten, die nur danach schmachteten, sie in sich zu nehmen. (Liebesabenteuer der Miss Ophelia Cox) | ||
Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen. (Oscar Wilde) | ||
Frau Aline hatte in steigender Erregung gelesen. Ihre rechte Hand hatte sich unwillkürlich durch den Schlitz ihres Kleides gestohlen und das Zentrum gesucht. Ihre Finger hatten sich gekrümmt und leise hin und her bewegt ... Das Buch glitt zur Erde. (Ernest Louveau: Eros im Bürgerquartier) | ||
Hätte die Natur nicht gewollt daß der Kopf den Forderungen des Unterleibs Gehör geben sollte, was hätte sie nötig gehabt den Kopf an einen Unterleib anzuschließen. (Georg Christoph Lichtenberg) | ||
Lange bevor die übrigen Hausbewohner ihre Schlafzimmer verließen, hatte Agnes schon alle Winkel der Bibliothek durchstöbert. Ein Buch fesselte sie in erster Linie: Gamiani. Noch vor dem Mittagessen war das Buch verschlungen. Die Bilder, die sie gesehen hatte, trugen ihre Früchte; die konfuse Ideenwelt , die sie in ihr Leben gerufen hatte, ordnete sich, und in ihrem Geist brach das Licht an, gleichzeitig überflutete sie eine heiße Begier, die beschriebenen Lüste zu genießen. (Maupassant: Die Nichten der Frau Oberst) | ||
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Ein schwacher Lichtschein durch die spanische Wand zeigte mir eine kleine Öffnung, um ganz bequem zu Margueriten hinüber zu sehen. Diese holte aus ihrem Reisesack ein Buch, mit dem sie sich an einen Tisch setzte und zu lesen begann. Marguerite las mit größter Aufmerksamkeit in dem Buche, und sein Inhalt musste etwas ganz besonderes sein, denn ihre Wangen röteten sich und ihre Augen glänzten, die Brust hob sich unruhig. Und plötzlich ließ sie die Hand unter das Hemd sinken, setzte den einen Fuß auf die Bettstelle und schien nun noch eifriger mit größerem Vergnügen zu lesen. (Memoiren einer Sängerin) | ||
Die Pompadour besaß eine ganze Bibliothek von Erotica und bekennt selbst in ihren Briefen, daß sie bei der Lektüre die stimulierende Wirkung solcher Schriften angenehm an sich erfahren habe. (Aus Paul Englisch, Geschichte der erotischen Literatur) | ||
Sogar in der Bastille befand sich eine geheime Druckerei, in der die obszönsten Bücher gedruckt wurden, mit denen die Polizei einen einträglichen Handel betrieb. (Aus Paul Englisch, Geschichte der erotischen Literatur) | ||
Um mich begehrter zu machen, bildete ich meinen Geist durch belehrende und pikante Lektüre. Brantome und Aloysia entzückten mich durch tausend Schönheiten. Die reizenden Bilder, die ich in ihnen fand, waren ein köstlicher Augenschmaus, und ich konnte nur mit Ungeduld die Zeit erwarten, um die Bilder in Wirklichkeit umzusetzen. (Madame Clairon, eine der delikatesten Liebeskünstlerinnen des 18.Jahrhunderts) | ||
Das größte Kontigent der Leser erotischer Literatur stellten die Frauen, die in ihrer Heuchelei so weit gingen, obszöne Werke als Gebetbücher einzubinden, um sich die Langeweile während der Messe zu vertreiben und doch als fromm zu gelten. (Aus Paul Englisch, Geschichte der erotischen Literatur) | ||
Nicht um die Welt hätten die Schlossherrschaften und ihre Gäste am Sonntag die Messe versäumt. Andächtig ging alles in die Kirche. Aber man wundere sich nicht, wenn man hier und da ein Lächeln die Lippen der Betenden umspielen sah. Jeder hat ein Buch in der Hand, aus dem er eifrig liest. Dem Einband nach ist das Buch ein Gebetbuch, sein Inhalt aber besteht aus einer Sammlung schlüpfriger, skandalöser Geschichten. Daraus macht kein Mensch ein Geheimnis. (Aus den Memoiren des Herzogs von Choiseul) | ||
Die Bibliothek der Dame bestand aus den 36 Positionen des Aretino, der Thérèse pholosophe und der Académie des Dames. Sie schildert kurz und treffend die Wirkung der Lektüre, wenn sie behauptet: Man kann es nur mit einer Hand lesen. (Aus: Paul Englisch, Geschichte der erotischen Literatur, über Madame Maréchale de Luxembourg) | ||
Die fundamentale Bedeutung des Sexus drückt sich im Glauben aller Völker aus, ursprünglich stets positiv. (Deschner, Das Kreuz mit der Kirche) | ||
Als die Stunde nahte, ging ich in den Tempel der Liebe. Während ich auf meine Göttin wartete, belustigte ich mich damit, mir die Bücher einer kleinen Bibliothek anzusehen, die sich im Boudoir befand. Sie waren sorgsam ausgewählt und so recht des Ortes würdig. Man fand da alle Schriften gegen die Religion und alles, was die wollüstigen Federn über die Freuden der Liebe geschrieben haben verführerische Bücher, die den Leser in Flammen setzen und ihn nötigen, die Wirklichkeit zu suchen, von der sie nur das Abbild schildern. Ihre Betrachtung hatte mich in eine nicht mehr zu bändigende Erregung versetzt, als ich meine Geliebte eintreten sah. (Aus den Erinnerungen von Casanova) | ||
Bücher, welche schmutzige und unsittliche Dinge planmäßig behandeln, erzählen oder lehren, sind streng verboten. Die Bücher älterer und neuerer Schriftsteller, die als Klassiker gelten und von jenem Schmutze nicht frei sind, werden mit Rücksicht auf die Eleganz und Reinheit der Sprache gestattet, doch nur solchen, deren Amt oder Lehrberuf diese Ausnahme heischt. Knaben aber und jungen Leuten dürfen nur sorgfältig gereinigte Ausgaben in die Hand gegeben und dieselben nur nach solchen unterrichtet werden. (Papst Leo XIII, 1878-1903) | ||
Die bedeutendste negative Leistung des Christentums war die 'Problematisierung' der Sexualität. ... Wir brauchen eine Geisteshaltung, die in der Sexualität kein 'Problem', sondern ein 'Vergnügen' sieht. Den meisten Leuten fehlt dazu die Sicherheit und oft auch die Liebe. (Alex Comfort) | ||
DeSade ist das letzte Wort des Katholizismus. Aus Sade spricht der Geist der Inquisition, der Geist der Folterstrafe, der Geist der Abscheu vor der Natur. (Flaubert) | ||
Der Kern des Lebensglücks ist das sexuelle Glück. Es ist wichtig, sich völlig klar zu machen, daß es heute Menschen mit durchgearbeiteter, ruhig entwickelter, sexualbejahender Struktur nicht gibt, denn wir alle sind durch die autoritäre, religiöse, sexualverneinende Erziehungsmaschinerie beeinflußt worden. (Wilhelm Reich) | ||
Die Predigt der Keuschheit ist eine öffentliche Aufreizung zur Widernatur. Jede Verachtung des geschlechtlichen Lebens, jede Verunreinigung desselben durch den Begriff 'unrein' ist die eigentliche Sünde wider den heiligen Geist des Lebens. (Friedrich Nietzsche) | ||
Pornographie oder erotische Literatur, die als Tabu behandelt wurden, enthalten eine Menge Wertvolles. Wie die meisten verbotenen Früchte hat sie als Nahrung fürs Denken gedient ein Aspekt ihrer Geschichte, der nie ernst genommen worden ist, obwohl er es verdient hätte, sofern man diesem Element der westlichen Kultur Bedeutung beimessen will. (Robert Darnton in Denkende Wollust) | ||
Die Bewußtwerdung der Sexualität und ihr Niederschlag in der Kultur liefert endloses Denkmaterial, vor allem, wenn es in narrativer Form in schmutzigen Witzen, männlicher Prahlerei, Weiberklatsch, zotigen Liedern und erotischen Romanen erscheint. In all diesen Formen ist Sex nicht einfach nur Thema, sondern auch ein Instrument, um Dinge aufzubrechen und ihr Inneres zu erkunden. Sex ist für das Volk von gleichem Nutzen wie die Logik für die Philosophen: sie erklärt Sachen. (Robert Darnton in Denkende Wollust) | ||
Wenn man hört, wieviel Aufhebens ein Theologe von der Handlung eines Menschen macht, der als Lüstling von Gott geschaffen ist und der mit seiner Nachbarin, die Gott so gefällig und anmutig machte, geschlafen hat: könnte man da nicht meinen, die Welt sei an allen vier Ecken in Brand gesteckt worden? Denis Diderot | ||
Es behagt mir, den Leuten dieses Wort LUST, das ihnen so zuwider ist, bis zum Überdruß zu wiederholen. (Montaigne) | ||
Jedermann sollte wenigstens so viel Philosophie und schöne Wissenschaften studieren als nötig ist um sich die Wollust angenehmer zu machen. (Georg Christoph Lichtenberg) | ||
Nicht selten liest die prüde Rosa Im Bette heimlich rüde Prosa. (Schüttelreim, Volksmund) | ||
Noch 1948 wurden auf den Index der verbotenen Bücher (der katholischen Kirche) sämtliche Werke von Sartre und 1952 von Gide gesetzt. In der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts waren nicht nur Bücher von Ranke und Gregorovius, Heine und Flaubert noch indiziert, sondern auch Montaignes Essays, Kants Kritik der reinen Vernunft, Pascals Pensées und die Provinciales, ferner Bücher von Spinoza, Lessing und vielen anderen mehr. (Deschner: Das Kreuz mit der Kirche) | ||
Maler und Bildhauer, welche obszöne Bilderwerke (d.i. Bilderwerke, auf denen die unehrbaren Teile entblößt oder nur leicht verhüllt sind) anfertigen oder ausstellen, oder auch diejenigen, welche solche Bildwerke in ihrer Wohnung aufstellen, sündigen schwer. Schwer sündigt auch, wer solche Bilder anschaut, wenn das nicht geschieht für kurze Zeit, aus großer Entfernung oder das Bild wegen seines Alters kaum mehr Farben hat. Im Allgemeinen das Nämliche, jedoch mit einigen Milderungen, ist zu sagen vom Anblick von Statuen, insofern Statuen, weil diese nicht gemalt, weniger die Lust reizen als Bilder. Es ist kaum nötig, zu bemerken, daß der Anblick von Bildern und Statuen nicht deswegen schon erlaubt ist, weil diese in öffentlichen Sammlungen aufgestellt sind. (Göpfert: Moraltheologie, 1897 und Jone, Katholische Moraltheologie, 1953) | ||
Die Aufklärungswerke, die ich als junges Mädchen gelesen habe, waren für mich etwa so nützlich wie ein Handbuch über die Paarungsgewohnheiten des Schneehuhns für einen Elefanten. Was in diesen Büchern stand, interessierte mich nicht, und was mich interessierte, stand nicht drin. Denn das Mädchen die junge Frau! - die ein solches Buch kauft, sehnt sich entweder so sehr nach Geschlechtsverkehr, daß sie einen Mann und kein Buch braucht. Oder sie hat so wenig Instinkt für Liebe, daß ein Buch ihr bestimmt nicht helfen kann. (Die amerikanische Gynäkologin Barbara Bross) | ||
Wir glauben an die wahre Liebe wie das Kind an den Weihnachtsmann. Wie ist ein solcher Glaube unter Erwachsenen verständlich? (Ernest Borneman im Vorwort zu Lexikon der Liebe) | ||
Mädchen. Alle Mädchen sind blaß und zerbrechlich. Immer rein. Man halte sie fern von jeder Art von Büchern, Museen, Theatern sowie vor allem dem Jardin des Plantes, Abteilung Affen. (Gustave Flaubert in Wörterbuch der Allgemeinplätze) | ||
Jede Unwissenheit ist bedauerlich, aber Unwissenheit auf einem so wichtigen Gebiet wie der Sexualität ist eine ernste Gefahr. (Bertrand Russell) | ||
Viele prominente Übeltäter in der Geschichte waren von einer merkwürdigen Keuschheit. (Alex Comfort) | ||
Der Mensch existiert nun einmal nicht geschlechtslos. Und wie er Arme und Beine hat, um sie zu benutzen, so hat er auch Phallus und Vulva, nicht um sie hinter Feigenblättern verschrumpeln zu lassen. (Deschner: Das Kreuz mit der Kirche) | ||
Wer sexuell unbefriedigt ist, kann nicht zufrieden sein, ja häufig nicht friedfertig überhaupt. (Deschner: Das Kreuz mit der Kirche) | ||
Warum sollte es schlecht sein, wenn ein Mensch aufgrund eines Filmbesuchs oder der Lektüre eines Buches Mut zu seiner Sexualität faßt. Gefährlich sind nur solche Filme und Bücher, die zu asozialen und kriminellen Taten stimulieren zu Brutalität, Vergewaltigung, Sadismus. (Gerhard Szczesny in Das sogenannte Gute) | ||
Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit. (Friedrich Nietzsche) | ||
Selbst in der Tugend ist der letzte Zweck unseres Trachtens die Wollust. (Michel de Montaigne) | ||
Die Lektüre wollüstiger und schlüpfriger Bücher und das Beschauen obszöner Bilder ist außerordentlich gefährlich für jedes junge Mädchen. (Memoiren einer Sängerin) | ||
Die Liebe, die wahre Liebe, die vollständige und einzige, die zählt: das ist die mit Leidenschaft schamlos genossene. (Paul Léautaud) | ||
Wenn ich mir eine Untreue zuschulden kommen ließe, könnte ich sie mir ohne weiteres verzeihen. Dir nie. (Arthur Schnitzler) | ||
Um die eigene erotische Batterie aufzuladen, gibt es nichts Besseres, als sich Stimulans aus der wirklichen Welt zu holen. Und da die eigene Einbildungskraft notwendigerweise begrenzt ist, kann ein Blick auf andere geradezu erweckend wirken. (Geoff Nicholson) | ||
Daß die wichtigsten Dinge durch Röhren getan werden. Beweise erstlich die Zeugungsglieder, die Schreibfeder und unser Schießgewehr, ja was ist der Mensch anders als ein verworrnes Bündel Röhren? (Georg Christoph Lichtenberg) | ||
Wenn man die Wollust dem Leben abzieht, so bleibt nichts als der Tod übrig. (Wilhelm Jeinse) | ||
Der alte Traum der Avantgarde, daß die Befreiung von sexueller Unterdrückung die Menschen von ihren Hemmungen und Beschränkungen befreien würde, ist entschwunden. In Wahrheit jedoch haben wir sexuelle Freiheit niemals wirklich erprobt. Wir haben nur viel Rummel um ihr Scheinbild gemacht. (Erica Jong in Der Buddha im Schoß) | ||
Ich verwende die Ausdrücke Erotika und Pornographie ohne Unterschied, denn ich bin zu der Überzeugung gekommen, daß nur der Snobismus sie unterscheidet. Früher einmal meinte ich, Pornographie sei lediglich eine Hilfe zur Selbstbefriedigung, Erotika dagegen höher geartet und spirituell. Jetzt bezweifle ich diese Unterscheidung. (Erica Jong in Der Buddha im Schoß.) | ||
Die Liebe der Spießer (der Sauertöpfe), der Lauwarmen, Faden, Zurückhaltenden und Gehemmten ist keine Liebe. Die Liebe, die wahre Liebe, die vollständige und einzige, die zählt: das ist die schamlos genossene. Die sinnliche des Fleisches und der Worte, die im höchsten Grad intensive, insofern auch immer neue. (Paul Leautaud) | ||
Es kümmert mich nicht, was die Leute im Schlafzimmer tun, solange sie es nicht auf der Straße machen und die Pferde erschrecken. (Mrs. Patrick Campbell) | ||
Besser immer einen als einen immer. (Titel eines Buches von Frederike Costa) | ||
Da Geist und Geschlechtsorgane Teil ein und desselben Organismus sind, warum sollten wir zwischen Träumen zur Selbstbefriedigung und ästhetischen Träumen unterscheiden? (Erica Jong in Der Buddha im Schoß) | ||
Der Versuch, aus zwei, drei oder vier mit kleinen Mängeln behafteten Kandidaten einen idealen Mann zusammenzusetzen, kostet schlicht zu viel Zeit und Energie. Am Ende ist es nicht Moral, sondern Erschöpfung, die uns in die Monogamie treibt. (Erica Jong) | ||
Das alte europäische Modell wenn man es so nennen kann -, dessen Merkmal eine dauerhafte Ehe war, begleitet von einer Reihe einigermaßen stabiler außerehelicher Verhältnisse, erscheint in immer strahlenderem Licht, vergegenwärtigen eir uns die Scherbenhaufen, die unter den heutigen Bedingungen einer Kette von Lebensabschnittspartnern in unserem und im Leben unserer Kinder angerichtet werden. (Erica Jong) | ||
Ihr Unterrock war rot und blau sehr breit gestreift und sah aus, als wenn er aus einem Theatervorhang gemacht wäre. Ich hätte für den ersten Platz viel gegeben. Aber es wurde nicht gespielt. (Georg Christoph Lichtenberg) | ||
Eine schmutzige Phantasie ist ein ewiges Fest. (Shakespeare) | ||
Ich glaub, jeder seriöse Autor möchte vertreten sein in einer Anthologie pornographischer Literatur, wie vielleicht jeder Pornograph davon träumt, wenigstens mit einem Satz in den Literaturgeschichten erwähnt zu werden. (Horst Bienek) | ||
Es gibt nichts Kostbareres als die Liebe einer guten Frau. Außer der Liebe von zweien. (Chris Wilson) | ||
Florence. Oh, Florrie. Flo. Meine kastanienlockige Schöne. Meine sommersprossige, zwinkeräugige, rosenwangige, seidenflankige, drallbusige Liebe. Meine Jauchzende, Quiekende, Kichernde, Hüterin geheimer Grübchen. Feuchte Verzückung. Lügnerin. Teelöffeldiebin. Paradies. An dich zu denken. (Chris Wilson, Beginn des Romans Joey Blueglass) | ||
Da man seinen Körper ja an der Ewigkeit gemessen nur vorübergehend bewohnt, sollte man auch ordentlich Gebrauch davon machen. (Else Buschheuer in Ruf! Mich! An!) | ||
Seid reinlich bei Tage Und säuisch bei Nacht, so habt ihrs auf Erden Am weitsten gebracht. (Goethe, Faust 1) | ||
So sprach mir ein Weib: Wohl brach ich die Ehe, aber zuerst brach die Ehe mich! (Friedrich Wilhelm Nietzsche) | ||
Liebe. Was da alles hineingestopft, hineingerührt, hineingefüttert werden kann, in dieses eine Wort. (Elisabeth Alexander inDie törichte Jungfrau) | ||
Ich persönlich habe den Unterschied zwischen erotischer Literatur und Pornographie nie ganz kapiert. Ich meine, ist ein Text pornographisch, wenn ein Mann ihn schreibt, aber erotisch, wenn eine Frau ihn verfasst? (Linda Jaivin in Haut und Haar) | ||
dreck! -- dreck! -- o dreck! o süsses Wort! - dreck! - schmeck! - auch schön! - dreck, schmeck! Dreck! - leck o charmante! Dreck, leck! Das freüet mich! - dreck, schmeck und leck! - schmeck dreck, und leck dreck! ... (aus Mozart, Briefe) | ||
Es gibt schreckliche Versuchungen, und es erfordert Kraft, Kraft und Mut, ihnen nachzugeben. (Oscar Wilde) | ||
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung. (Oscar Wilde) | ||
ich moralisiere nie. Ein Mann, der moralisiert, ist gewöhnlich ein Heuchler. Und eine Frau, die moralisiert, ist unweigerlich häßlich. (Oscar Wilde) | ||
Ich habe nie einen moralwütigen Menschen getroffen, der nicht herzlos, grausam, rachsüchtig, strohdumm und ohne die geringste Menschenliebe gewesen wäre. Sogenannte moralische Menschen sind wilde Tiere. Lieber hätte ich fünfzig unnatürliche Laster als eine unnatürliche Tugend. (Oscar Wilde) | ||
Man sollte immer verliebt sein. Das ist der Grund, warum man nie heiraten sollte. (Oscar Wilde) | ||
Wenn man verliebt ist, betrügt man am Anfang sich selbst und am Ende stets den anderen. (Oscar Wilde) | ||
Dies ist Liebe, das weiß, wer es erfuhr. (Lope de Vega) | ||
Beim Sex herrscht Damenwahl. Obwohl die Männer vom Gegenteil überzeugt sind. (Uta Levka) | ||
Keuschheit: die unnatürlichste aller Perversionen. (Aldous Huxley) | ||
Onanie ist Sex mit einem, den man wirklich liebt. (Woody Allen) | ||
Richtig interessant wird der Sexualkundeunterricht erst, wenn man Hausaufgaben bekommt. (Robert Lembke) | ||
Sex ohne Liebe ist ein hohles Erlebnis. Aber von den hohlen Erlebnissen ist es eines der schönsten. (Woody Allen) | ||
In England stand auf Homosexualität bis 1861 die Todesstrafe durch Erhängen, und in den Vereinigten Staaten galt sie noch bis vor zwei Jahrzehnten als psychische Störung. Mit Abschaffung der entsprechenden Gesetze wurden zwanzig Millionen Homosexuelle auf einen Streich geheilt. (Simon Andreae in Das Lustprinzip) | ||
In einer konzertierten Aktion, die sich über etwas mehr als dreihundert Jahre hinzog, hatten Paulus, Hieronymus und Augustinus die Sexualität in der westlichen Welt nachhaltiger verändert als alle anderen Denker in den zehn Jahrtausenden vor ihnen. Sie hatten die Sexualität völlig umgedeutet: von dem Born der menschlichen Freude in den Urquell des menschlichen Elends, von der sichersten Garantie der Unsterblichkeit in den Ursprung des Todes. (Simon Andreae in Das Lustprinzip) | ||
Wenn man verliebt ist, betrügt man am Anfang sich selbst und am Ende stets den anderen. (Oscar Wilde) | ||
Die Verschiedenheit des Objekts ändert nichts am Einmaligen der Leidenschaft. Sie vertieft es nur. Wir können im Leben bestenfalls ein großes Erlebnis haben, und das Geheimnis des Lebens ist, dieses Erlebnis so oft wie möglich aufs neue zu erzielen. (Oscar Wilde) | ||
Und nun lies, verschlinge es, masturbiere! (Graf Mirabeau) | ||
Die Liebe kennt ja keine Unterscheidung zwischen dem Normalen und dem Abnormalen, zwischen gesunden Phantasien und ungesunden oder perversen. (Roger Willemsen in Die andere Seite der Nacht) | ||
Kaum kommt es in der Literatur zu Sexuellem, möchte der Leser auf keinen Fall unterbrochen werden. (Roger Willemsen) | ||
Der Mensch, das Geständnistier, wie Foucault geschrieben hat, akzeptiert ja im Geschlechtlichen keineswegs ein Darstellungstabu, vielmehr will er immerzu vom Sexuellen sprechen, es immerzu bekennen und mehr als alles andere immer neu zur Sprache bringen. (Roger Willemsen) | ||
Die erotische Literatur birgt ein geradeztu revolutionäres Potential, weil sich in ihr Menschen nicht mehr als Objekt von Arbeit oder Geld verstehen, sondern von Sexualität. (Roger Willemsen) | ||
Als die Wohnungsmieter erfahren hatten, daß die Hausbesitzerin eine Kupplerin sei, wollten sie alle kündigen. Sie blieben aber im Hause, als jene ihnen versicherte, daß sie ihr Geschäft verändert habe und nur mehr Wucher treibe. (Karl Kraus) | ||
Mann: Baby, ich glaub, deine Muschi ist tot. Frau: Warum versuchst du's nicht mit Mund-zu-Mund-Beatmung? (Richard Pryor) | ||
Glück? Bitt Sie, Fräulein, Glück gibt's nicht. Überhaupt gerade die Sachen, von denen am meisten g'redt wird, gibt's nicht. Zum Beispiel die Liebe. Das ist auch so was. (Arthur Schnitzler: Der Reigen) | ||
Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten. Es wächst hienieden Brot genug Für alle Menschenkinder, Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust, Und Zuckererbsen nicht minder. Ja, Zuckererbsen für jedermann, Sobald die Schoten platzen! Den Himmel überlassen wir Den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine, in Deutschland. Ein Wintermärchen) | ||
In der griechisch-römischen Antike gibt es keinen Grund, diejenige Tätigkeit, die dem Menschen die meisten Freuden macht, aus der Kunst und Literatur auszusondern. Ich lehne die falsche Meinung und ungute Verhaltensweise ab, die den Augen verbietet, sich das anzuschauen, was ihnen am meisten gefällt, schreibt in der Renaissance Aretino. Er wendet sich damit bewußt gegen die Verurteilung schriftlicher und bildlicher Darstellungen, weil sie die Sinne aufreizen. Er preist dagegen das Obszöne, eben WEIL es den Trieb anfeuert. | ||
In Peter Murdocks umfassender Durchmusterung von menschlichen Partnerschaftsformen, die auf einer Gesamtheit von 849 Gesellschaften fußt, pflegen von diesen 83% die Polygamie, 16% die Monogamie und 0,5% die Polyandrie. Man kann also wohl nicht davon ausgehen, daß sexuelle Freizügigkeit und luststeigernde Partnerschaftsformen grundsätzlich gegen die menschliche Natur sind. (Dessau/Kanitscheider in Von Lust und Freude) | ||
Für Freizügigkeit im sexuellen Bereich spricht auch ein Vergleich mit anderen Gebieten emotionalen Empfindens. Das Luststreben ist generell auf Klassen von Objekten gerichtet. Ein Theaterliebhaber möchte im Laufe der Zeit viele Dramen und Schauspieler sehen, ein Alpinist alle Berge der Welt kennenlernen. Man kann sich kaum einen Bergsteiger vorstellen, der sich ein Leben lang nur zum Nanga Parbat hingezogen fühlt, oder einen Musiker, der jahrelang ausschließlich die Kleine Nachtmusik spielen will. Variation delectat sagten die Römer, wenn sie ausdrücken wollten, daß Vergnügen Abwechslung verlangt. (Dessau/Kanitscheider in Von Lust und Freude) | ||
Zu den lustfeindlichsten Faktoren in den zwischenmenschlichen Beziehungen gehört zweifelsohne die Eifersucht. Aufgrund der starken polygamen Tendenz in den menschlichen Gesellschaften scheint es unwahrscheinlich, daß die Eifersucht eine rein biologische Verankerung besitzt. Sie gilt heute eher als ein Zivilisationsprodukt, das in patriarchalischen Gesellschaften vorkommt, weil einerseits die Frau als Privateigentum des Mannes gilt, andererseits der Mann als Ernährungsressource fungiert. Eine Entkoppelung der Liebesbeziehungen von den Besitzverhältnissen brächte sicherlich einen Fortschritt gegenüber dieser unglücklichen Allianz mit sich, die sehr oft tragische Konflikte auslöst. (Dessau/Kanitscheider in Von Lust und Freude) | ||
Solange wir unseren Sexualpartner als Privateigentum betrachten und seine Liebeszuwendung zu einem anderen Menschen als Diebstahl an unserer eigenen Liebe empfinden, bleiben wir Sklaven unserer Eifersucht, die nichts anderes ist als die ins Sexuelle übertragene Besitzgier, der in die Liebe übertragene Geiz. (Ernest Bornemann) | ||
Gibt es eine Verbindung zwischen Schöpferkraft und Erotik? Das tiefe Behagen, das ich empfinde, wenn ich gut gegessen und in Liebe geliebt habe, spiegelt sich in meiner Arbeit wieder, als sende der dankbare Körper seine besten Energien aus, um meinem Schreiben Flügel zu geben. (Isabel Allende) | ||
Die ersten warmen Tage des Jahres lassen die Gentalien der meisten von uns angenehm unruhig werden und sich nach Gesellschaft und Vereinigung sehnen. (Walter) | ||
Mein Gatte, mein Bruder, mein Freund, werde nicht müde des Essens, des Trinkens, des Rausches, der Wollust. (Altägyptische Grabinschrift im Tal der Königinnen) | ||
Man berührt den Himmel, wenn man einen Menschen betastet. (Novalis) | ||
Eines schönen Tages werden alle Frauen Orgasmen haben genau wie alle Familien Farbfernsehen haben - , und dann werden wir uns um die Dinge kümmern können, auf die es im Leben wirklich ankommt. (Erica Jong) | ||
Liebhaber kommen und gehen, aber mit dir selber kannst du immer eine erfüllende Beziehung haben (Betty Dodson, Sexualtherapeutin) | ||
Zwei Männer oder zwei Frauen, die es in ihren eigenen vier Wänden anal treiben, können in Arkansas, Kansas, Missoiri, Montana und Texas verhaftet werden. Jeder, der mit irgendjemanden Analverkehr hat, selbst in völliger Abgeschiedenheit, kann in Alabama, Arizona, Florida, Georgia, Idaho, Louisiana, Maryland, Massachusetts, Michigan, Mississippi, North Carolina, Aklahoma, Rhode Islands, South Carolina, Tennessee, Utah und Virginia verhaftet werden. Wenn ich mich über den Unterleib eines geliebten Menschen beuge, um ihn zu küssen, kann ich in diesen Staaten ins Gefängnis kommen. Und es handelt sich nicht um belanglose, längst vergessene Gesetze. Sie werden immer noch angewandt. (Sallie Tisdale in Talk dirty ti me) | ||
Nach neuem dürst' ich. Ist die Welt schon leer? (Stendhal) | ||
Prüderie ist eine besondere Art von Geiz, und zwar die schlimmste, die es geben kann. (Stendhal) | ||
Für eine Frau gibt es wichtigere Dinge als einen Orgasmus, zum Beispiel den Kauf von einem Paar auberginefarbenen Lackstiefelchen. (Esther Vilar) | ||
Es ist kaum möglich, etwas Objektives und Allgemeingültiges über Sexualität zu sagen. Vor allen Dingen dann nicht, wenn man beschreiben möchte, was Menschen fühlen. (Dieter Schnack / Rainer Neutzling in Die Prinzenrolle) | ||
Aaaaahaha (Joe Cocker in With a little help) Uauahaah (Jonny Weissmüller in Tarzan) Eyyyhhh (James Brown in Talkin' loud and say nothing) Aaaaaah (Terence Trent d'Arby in Wko's Lovin' You) Oh hoho, ah haha (Fred Bertelsmann in Der lachende Vagabund) (Zusammenstellung aus Die Prinzenrolle von Dieter Schnack und Rainer Neutzling) | ||
Nun, so ein besonderes Vergnügen ist die Enthaltsamkeit vom Weibe auch nicht, das muß ich schon sagen. (Karl Kraus) | ||
Ohne Frauen geht es nicht. Das hat sogar Gott einsehen müssen. (Eleonora Duse) | ||
Wie komme ich von der Geschlechtlichkeit los? Durch Reisessen? (Thomas Mann) | ||
Mein Herz will das deine schauen, drum such ich es da, wo du offen bist. (Daniel Caspar von Lohenstein) | ||
Alles Schöne im Leben hat einen Haken: Es ist unmoralisch, illegal oder es macht dick. (Mae West) | ||
Keuschheit ist ebensowenig eine Tugend wie Unterernährung. (Alexander Comfort) | ||
Wenn ich es eine Nacht auslasse, hab ich am nächsten Morgen wahnsinniges Kopfweh. (Dean Martin) | ||
Die Liebe und der Suff, die reiben eenen uff. (Berliner Volksweisheit) | ||
Neugier ist die Sünde, die jede andere nach sich zieht. (Ludwig Tieck) | ||
Aus tiefstem Mark empfinde die Frau den Liebesgenuß, und gleich groß sei die Lust für beide. (Ovid) | ||
Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken. Er starb zwar nicht daran, aber er verkam zu einem Laster. (Friedrich Nietzsche) | ||
In der Regel wünscht eine sittsame Frau keine sexuellen Freuden für sich selbst. Sie gibt sich ihrem Mann hin, doch nur, um ihm gefällig zu sein. Und sie würde, wäre da nicht die Mutterschaft, wohl mit Erleichterung auf seine Aufmerksamkeiten verzichten. (Dr.William Acton, victorianischer Arzt) | ||
Wie verhält man sich in Piercing-Notfällen? Wenn sich z.B. sein Augenbrauenring in ihrem Klitoris-Schmuck verfängt? (Aus: Linda Jaivin: Sex, Space, Rock 'n Roll) | ||
Nichts geht über ein Paar ordentliche Pobacken!, sagte Auguste Rodin an schlechten Tagen. Diesen heidnischen Glauben an die Frau nach dem Ebenbild Gottes teile ich mit ihm. (Jeanloup Sieff) | ||
Zwar fühlt auch der gesunde, kräftige Jüngling einen heißen Drang zur Stillung seiner Triebe, allein er ist bei weitem schwächer als bei dem weiblichen Geschlecht, und letzteres hat auch neunfach erhöhten Reiz und genießt eine neunfach vermehrte Wonne. (Aus: Julchen und Jettchen oder Die reizenden Verkäuferinnen) | ||
Allein wir wüßten nichts von der Sünde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Laß dich nicht gelüsten. (E.T.A.Hoffmann ? in Schwester Monica) | ||
Einer unserer Voreltern muß in einem verbotenen Buch gelesen haben. (Georg Christoph Lichtenberg) | ||
Schreiben macht scharf. (Arno Schmidt) | ||
Eine Frau ist nur eine Frau. Aber eine gute Zigarre kann man rauchen. (Rudyard Kipling. Und das noch im 20.Jahrhundert!) | ||
Ich wünschte, ich könnte das Geschlecht wechseln wie mein Hemd. (A.Breton) | ||
Oh, wo ist der Genuß, der der Begierde gleich? (J.W.v.Goethe) | ||
In Georgia, Alabama und Texas ist es illegal, einen Vibrator zu besitzen. Eine Waffe darf man haben. (Elizabeth Benedict in Erotik schreiben) | ||
Sex ist der intensivste Dialog, der zwischen zwei Menschen stattfinden kann, und in dem man nie weiß, was der andere gerade denkt. (Edmund White) | ||
Phallus klebt allus. (Ernst Jandl) | ||
Es gehört ein Kopf dazu, einem anderen das bestmögliche Lustgefühl zu schenken. (Maupassant) | ||
Wenn die Jugend nur wüßte und das Alter nur könnte. (Anatole France) | ||
Alle Kunst ist erotisch (Adolf Loos, 1908) | ||
Pornographische Bücher haben wie Pfeffer in der Nase anregende Wirkung; man muß einfach niesen. (Aretino, der "Vater der abendländischen Pornographie") | ||
Die Wollust und die Philosophie machen das Glück des verständigen Menschen aus: der Wollust wendet er sich aus Neigung zu, die Philosophie liebt er aus Einsicht. (Thérèse Philosophe) | ||
Nichts ist so häßlich, daß es unter gewissen Licht- und Schattenbedingungen, durch die Berührung mit anderen Dingen nicht schön aussehen kann; Nichts ist so schön, daß es unter gewissen Bedingungen nicht häßlich aussehen kann. Ich glaube, alle vierundzwanzig Stunden sieht das Schöne einmal häßlich und das Häßliche einmal schön aus. (Oscar Wilde) | ||
Sein großer goldener Speer ... gefüllt mit Feuer ... stieß mehrere Male in mich ... drang in mich ein bis zu den Eingeweiden ... eine so gewaltige Süße erfüllte mich, sodaß ich mir wünschte, sie möge niemals aufhören ... (Theresa von Avila, heiliggesprochene Nonne) | ||